Sichtbeton ÖNORM B2211
Auszug aus: Sichtbeton-Handbuch
  2.8   ÖNORM B 2211      Österreichische Norm   [1.12]

Ohne ausdrückliche Vereinbarung von erhöhten Anforderungen sind einzuhalten:

Porigkeitsklasse

3P

Tab. 1

Strukturklasse

S1

Tab. 2

Farbgleichheitsklasse

F1

Tab. 2.1

Arbeitsfuge

A1

Tab. 3

Eine Einhaltung der Porigkeitsklasse und der Strukturklasse werden beurteilt :
unmittelbar nach dem Ausschalen.

Die Einhaltung der Farbgleichheitsklasse wird beurteilt :
nach Erreichen der jeweiligen Betonfestigkeit.

Tabelle 2.8-1: Porigkeit (Betonoberfläche)

Klasse

Offene Poren an der Betonoberfläche

%

cm² / (2500 cm²)

P

≤ 0,3

≤  8

2P

≤ 0,6

≤ 15

3P

≤ 0,9

≤ 23

Tabelle 2.8-2: Struktur der Sichtbeton-Oberfläche

Klasse

Struktur - Elementstoß

 

S1

- geschlossene, weitgehend einheitliche Betonoberfläche mit
  geschlossener Zementleim- oder Mörteloberfläche
- keine Grobkornansammlungen
- in den Elementstößen austretender Zementleim/Feinmörtel, Breite bis max.
                                                                                                  Tiefe

- Rahmenabdruck des Schalungselements

 

 

20 mm
10 mm

zugelassen

S2

-Wie S1 jedoch:
- glatte, geschlossene und weitgehend einheitliche Oberfläche
- in der Elementstößen austretender Zementleim/ Feinmörtel , Breite bis max.
                                                                                                   Tiefe

- Versatz der Elementstöße
- verbleibende Grate

 

10 mm
  5 mm

≤ 5 mm
≤ 5 mm

S3

Wie S2 jedoch:
- in den Elementstößen austretender Zementleim/Feinmörtel bis max.

- Versatz der Elementstöße
- feine, technisch unvermeidbare Grate

 

   3 mm

≤ 3 mm
≤ 3 mm

S4

Wie S3 jedoch:
- Rahmenabdruck des Schalungselements

 

nicht zugelassen

Tabelle 2.8-3: Farbgleichheit

Klasse

Zur Beurteilung der Farbgleichheit ist der Gesamteindruck maßgeblich

F1

Flächige Verfärbungen, verursacht durch Rost, unterschiedliche Art und unsachgemäße
Vorbehandlung der Schalhaut, unsachgemäße Nachbehandlung des Betons, Zuschläge
verschiedener Herkunft sowie linienförmige Verfärbungen (Abzeichnen der Bewehrung) sind unzulässig.
Weitergehende Anforderungen an die Gleichmäßigkeit der Farbe werden nicht gestellt.

F2

Zusätzlich zu den Anforderungen nach F1 sind Verfärbungen, die auf Zemente unterschiedlicher Art oder Herkunft oder auf unterschiedliche Betonzusätze zurückzuführen sind,
unzulässig.
Bei Einhaltung der Vereinbarung nach dem Stand der Technik sind unvermeidbar entstehende Unterschiede des Farbtones zulässig.

 

Tabelle 2.8-4: Ausbildung von Arbeitsfugen

Klasse

Arbeitsfugen

 

A1

- Versatz der Flächen zweier Betonierabschnitte      

≤ 10 mm

A2

- Versatz der Flächen zweier Betonierabschnitt         
- allfällige Feinmörtelaustritte müssen entfernt werden
- Dreikantleiste

≤ 10 mm

A3

- Versatz der Flächen zweier Betonierabschnitte      
- allfällige*  Feinmörtelaustritte müssen entfernt werden
- Dreikantleiste

≤ 5 mm

A4

- Versatz der Flächen zweier Betonierabschnitte      
- allfällige Feinmörtelaustritte müssen entfernt werden
- Dreikantleiste oder dgl. nicht zugelassen

≤ 3 mm

(*) allfällige = etwaige

Hinweis:
Ergänzungen zu der B2211 sind der ÖVBB-Richtlinie „Sichtbeton“ (Kapitel 3.4) zu entnehmen.



3.4  ÖVBB-Richtlinie “Sichtbeton-Geschalte Betonflächen“   [  2.6 ]

Die Sichtbetonklassen SB1 bis SB3 und die damit beschriebenen Anforderungen an die Betonoberfläche stelle Empfehlungen dar, welche ie Mehrheit der Einzelfälle abdecken.
In der Sonderklasse SBS obliegt es den Planern und Ausschreibemden sämtl. Anforderungen zu definieren.

Tabelle 3.4-1: Sichtbetonklassen, nach ÖVBB-Richtlinien         

SB-Klasse

Beispiel

 

Kosten

 

SB1

 

Geringen Umfangs
überwiegend technische
 Anforderungen im Industrie-
und Tiefbau

 

niedrig

 

SB2

 

Normalen Umfangs, z.B.:
einfachen Fassaden in Hochbauten, Sichtflächen im Industriebau mit großem Betrachtungsabstand

 

mittel

 

SB3

 

Hohen Umfangs z.B.:
repräsentative Oberflächen
oder komplexe Fassaden  in Hochbauten

 

hoch

 

SBs

 

Sonderklasse, frei definierbar

 

sehr hoch

SB = Sichtbeton

Tabelle 3.4-2: Sichtbetonklasse SB 1  - nach ÖVBB-Richtlinie „Sichtbeton“

  PQ1 = Anforderungsklasse, Bauteilbeschreibung
  BQ1 = Anforderungsklasse, Betonoberfläche
  AQ1 = Anforderungsklasse, Bauausführung
  SQ1 = Anforderungsklasse, Schalungsmaterial, Trennmitteleinsatz

 

Kriterium

SB 1: Anforderungen / Eigenschaft

 

1.

PQ1

 

AP1
Abstimmung im Planungsprozess

 

 

1.1

Angaben zu Bauteilmessungen, Betonüberdeckungen, Toleranzklasse, Ebenheit, Bauwerksfugen, Festlegung der Betonsorte (Festigkeitsklasse, Expositionsklasse, Betonstandard)

 

erforderlich

2.

 

GO1
Gliederung  der Betonoberfläche

 

 

 

Regelmäßig und geordnetes Schalungsbild, Ankerlöcher in ausreichender Zahl nach Wahl des Ausführenden

 

3.

BQ1

3P
Porigkeit

 

 

3.1

3P ≤ 0,9% der Prüffläche

3.3

 

FT1
Farbtongleich-mäßigkeit

 

 

- Hell-/Dunkelverfärbungen  im Bereich von 4 benachbarten Farbtonstufen laut Farbtonskala

zulässig

- Rost- und Schmutzflecken sind

unzulässig

3.4

 

BSBQ1

 

 

 

Betonstandard

 Anforderungen an Betonzusammensetzung

 

4.

C

Farbe:
C1

 

 

oder

4.1

Betonfarbe, die sich aufgrund der Verwendung nutzungskonformer Betonmischungen und Zementarten ergibt

4.2

 

C2

 

 

oder

 

Durch Zusatzstoffe oder Pigmente eingefärbter Beton, die Definition der Farbe erfolgt durch Referenzbauten, Referenzflächen oder Herstellermuster u.ä. durch den Planer im Leistungsverzeichnis, die Festlegung des Betonrezeptes erfolgt durch den Betonhersteller

4.3

 

C3

 

 

oder

 

Wie C2,
jedoch unter Verwendung von Weißzement, ausgewählter Gesteinskörnung oder weiteren Maßnahmen wie eingefärbter Beton unter Angabe dieser
Maßnahmen im Leistungsverzeichnis

4.

AQ1

 

 E1  Ebenheit

 

 

 

Ebenheitsanforderungen nach ÖNORM –
DIN 18202 (2005) Tab. 3, Zeile 5                        d.h.:

 

 5.

 

 

AF1 Arbeitsfuge

 

 

5.1

In den Arbeitsfugen ausgetretener Zementlein/Feinmörtel bis 15 mm Breite und 10 mm Tiefe

 

zulässig

5.2

Versatz der Flächen zweier Betonabschnitte
bis 10 mm

 

zulässig

5.3

Feinmörtelaustritt auf dem vorhergehenden
 Betonierabschnitt muss rechtzeitig

 

entfernt werden

5.4

Trapezleiste od. glw. kann ohne Vereinbarung

verwendet
werden

6

 

 

HS1 Schalhautstoß

 

 

6.1

Schalhautstoß ohne besondere Maßnahmen
 (z.B.: nach Schalungssystem, stumpfer Stoß)
mit üblichen Feinmörtelaustritt

 

6.2

Versatz der Schalhautränder bis 5 mm

zulässig

7

K

Kantenbildung
K1

 

 

7.1

gebrochene, gefaste Kante (z.B.: Dreikantleisten)

oder

 

 

K2

 

 

7.2

Scharfe Kante
 (ungefaste, scharfe Kanten ohne kleinere Abbrüche bzw. Feinmörtelaustritt sind nicht zielsicher herzustellen. Scharfe Kanten sind während der Bauzeit zu schützen)

oder

8.

AS

Ankerstelle
AS1

 

 

8.1

Ankerstelle ohne besonderen  Maßnahmen (z.B.: nach Schalungssystem) mit üblichen Feinmörtelaustritt

oder

 

 

AS2

 

 

8.2

Ankerstellen mit besonderen, festzulegenden Maßnahmen (z.B.: Dichtungsring) mit geringen Feinmörtelaustritt

oder

 

 

AS3

 

 

8.3

Keine sichtbaren Ankerstellen durch ankerfreie Schalungskonstruktion

oder

9.

AV

Ankerverschluss
AV1

 

 

9.1

Distanzrohre, Konen und marktübliche Verschlussstopfen oder vertieft gespachtelter Mörtelverschluss nach Wahl des Ausführenden

oder

9.2

 

AV2

 

 

 

Distanzrohre, Konen und Verschlussstopfen aus Kunststoff, Beton, Faserzement und dgl.
nach Angaben im Leistungsverzeichnis

oder

10.

AH

Aufhängestellen
AH1

 

 

10.1

Aufhängestellen in systemkonformer Ausführung nach Wahl des Ausführenden. Anordnung und Erscheinungsbild dürfen von den Ankerlöchern abweichen.

oder

 

 

AH2

 

 

10.2

Anordnung und Erscheinungsbild müssen den Ankerlöcher entsprechen

oder

11.

SQ1

 

BA1
 Befestigungsart der Schalhaut

 

 

11.1

Abdrucke durch systemkonforme Befestigung von vorne, mit max. 3mm tiefen od. erhabenen
Abdrücken in der Betonoberfläche

 

zulässig

 

SZ1
 Schalhautzustand

 

 

11.2

Abdrücke in der Betonoberfläche durch:

 

11.3

- mehrmaligen Gebrauch, solange die vereinbarte
  Betonoberfläche erreicht wird

 

zulässig

11.4

- Plattenüberstand über Rahmen bis zu ca. 2 mm

zulässig

11.5

- systemkonforme und fachgerechte Reparatur-
 stellen der Schalhaut

 

zulässig

11.6

- Kratzer bis zu ca. 3 mm Tiefe und
   ca. 5 mm Breite

 

zulässig

11.7

- Nagel- und Schraublöcher ohne Absplitterung bis ca. 10 mm Durchmesser

 

zulässig

11.8

- Aufquellungen im Befestigungsbereich

zulässig

11.9

- Betonreste in Vertiefungen und Zementschleier

zulässig

 

TE1
Trennmitteleinsatz

 

 

11.10

Eignung der Kombination von Schalhaut, Trennmittel

 

12.

SY

Schalungssystem
SY1
 

 

 

12.1

System-Rahmenschalung
Betonbild mit regelmäßigen Rahmenabdrücken im Raster des Herstellers, Ankerstellen, Schalhautstoß und Schalhaut systembedingt vorgegeben

oder

 

 

SY2

 

 

12.2

System-Trägerschalung
Betonbild ohne Rahmenabdruck, Ankerstellen, Schalhautstoß und Schalhaut systembedingt vorgegeben

oder

 

 

SY3

 

 

12.3

Objektschalung
Betonbild durch an das Bauteil angepasste einzelgefertigte Schalungselemente, Schalhautstoß und Schalhaut in den Grenzen der technischen Möglichkeiten frei wählbar

oder

13.

T

Textur
T1

 

 

13.1

raue Betonoberfläche unter Verwendung von Schalhäuten , nach Wahl des Ausführenden

oder

13.2

 

T2

 

 

 

glatte Betonoberfläche unter Verwendung von Schalhäuten , nach Wahl des Ausführenden

oder

13.3

 

T3

 

 

 

Betonoberfläche , nach Angabe des Planers

oder

14.

 

 

Musterflächen

 

Nicht
erforderlich

 

 

 

15.

 

 

Sichtbetonteam

 

Nicht
erforderlich

 

 

 

 

Tabelle 3.4-3: Sichtbetonklasse SB 2  - nach ÖVBB- Richtlinie „Sichtbeton“

  PQ2 = Anforderungsklasse, Bauteilbeschreibung
  BQ2 = Anforderungsklasse, Betonoberfläche
  AQ2 = Anforderungsklasse, Bauausführung
  SQ2 = Anforderungsklasse, Schalungsmaterial, Trennmitteleinsatz

 

Kriterium

SB 2: Anforderungen / Eigenschaft

 

1.

PQ2

AP2
Abstimmung im Planungsprozess

 

 

1.1

wie AP1, zusätzlich:
Betonanbringung, Verdichtung, Rüttelgassen,
Bewehrungsgrad

 

2.

GO2

 

Gliederung  der
Betonoberfläche

 

 

2.1

wie GO1, zusätzlich:
Ausführung nach Vorgaben es Planers (Beschreibung und/oder Skizzen, z.B. durchgehende Vertkal- fugen mit eingelegten Trapezleisten, einheitlichen Elementstößen des Schalungssystems)

 

3.

BQ2

2P
Porigkeit

 

 

3.1

2P ≤ 0,6% der Prüffläche

3.3

 

FT2
Farbtongleichmäßigkeit

 

 

- wie FT1, jedoch:
nur gleichmäßige, großflächige Hell-/Dunkel-verfärbungen  im Bereich von 3 benachbarten
Farbtonstufen laut Farbskala.

 

zulässig

- deutlich sichtbare Schüttlagen

unzulässig

3.4

 

BSBQ2
Betonstandard

 

Anforderungen an Betonzusammensetzung

 

4.

C

Farbe
C1

 

 

oder

4.1

Betonfarbe, die sich aufgrund der Verwendung nutzungskonformer Betonmischungen und
Zementarten ergibt

4.2

 

C2

 

 

oder

 

durch Zusatzstoffe oder Pigmente eingefärbter Beton, die Definition der Farbe erfolgt durch Referenzbauten, Referenzflächen oder Herstellermuster u.ä. durch den Planer im Leistungsverzeichnis,
die Festlegung des Betonrezeptes erfolgt durch den Betonhersteller

4.3

 

C3

 

 

oder

 

Wie C2,
jedoch unter Verwendung von Weißzement, ausgewählter Gesteinskörnung oder weiteren Maßnahmen wie eingefärbter Beton unter Angabe
dieser Maßnahmen im Leistungsverzeichnis

5.

AQ2

 

 E1  Ebenheit

 

 

5.1

Ebenheitsanforderungen nach ÖNORM –
DIN 18202 (2005) Tab. 3, Zeile 5,                     d.h.:

 

 6.

 

 

AF2 Arbeitsfugen

 

 

6.1

in den Arbeitsfugen ausgetretener Zementleim/ Feinmörtel bis 15 mm Breite und 10 mm Tiefe

 

zulässig

6.2

Versatz der Flächen zweier Betonabschnitte bis
5 mm

 

zulässig

6.3

Feinmörtelaustritt auf dem vorhergehenden
Betonierabschnitt muss rechtzeitig

 

entfernt werden

6.4

Trapezleiste od. glw. kann nur mit Vereinbarung

verwendet werden

 

 

7

 

HS1
Scalhautstoß

 

 

7.1

Schalhautstoß ohne besondere Maßnahmen (z.B.: nach Schalungssystem, stumpfer Stoß)
mit üblichen Feinmörtelaustritt

 

 

7.2

Versatz der Schalhautränder bis 5 mm

zulässig

8

K

Kantenbildung
K1

 

 

8.1

gebrochene, gefaste Kante (z.B.: Dreikantleisten)

oder

 

 

K2

 

 

8.2

scharfe Kante (ungefaste, scharfe Kanten ohne kleinere Abbrüche bzw. Feinmörtelaustritt sind nicht zielsicher herzustellen. Scharfe Kanten sind während der Bauzeit zu schützen)

oder

9.

AS

Ankerstelle
AS1

 

 

9.1

Ankerstelle ohne besonderen, festzulegenden Maßnahmen (z.B.: nach Schalungssystem) mit üblichen Feinmörtelaustritt

oder

 

 

AS2

 

 

9.2

Ankerstellen mit besonderen, festzulegenden Maßnahmen (z.B.: Dichtungsring) mit geringen Feinmörtelaustritt

oder

 

 

AS3

 

 

9.3

Keine sichtbaren Ankerstellen durch ankerfreie Schalungskonstruktion

oder

10.

AV

Ankerverschluss
AV1

 

 

10.1

Distanzrohre, Konen und marktübliche Verschlussstopfen oder vertieft gespachtelter Mörtelverschluss nach Wahl des Ausführenden

oder

 

 

AV2

 

 

10.2

Distanzrohre, Konen und marktübliche Verschluss-stopfen aus Kunststoff, Beton, Faserzement und dgl. nach Angaben im Leistungsverzeichnis

oder

11.

AH

Aufhängestellen
AH1

 

 

11.1

Aufhängestellen in systemkonformer Ausführung nach Wahl des Ausführenden. Anordnung und Erscheinungsbild dürfen von den Ankerlöcher abweichen.

oder

 

 

AH2

 

 

11.2

Anordnung und Erscheinungsbild müssen den Ankerlöcher entsprechen

oder

12.

SQ2

 

BA1
Befestigungsart der Schalhaut

 

 

12.1

Abdrucke durch systemkonforme Befestigung von vorne, mit max. 3mm tiefen od. erhabenen Abdrucken in der Betonoberfläche

 

zulässig

 

SZ1
- Schalhautzustand

 

 

12.2

Abdrücke in der Betonoberfläche durch:

 

12.3

- mehrmaligen Gebrauch, solange die vereinbarte
  Betonoberfläche erreicht wird

zulässig

12.4

- Plattenüberstand über Rahmen bis zu ca. 2mm

zulässig

12.5

- systemkonforme und fachgerechte
Reparaturstellen der Schalhaut

 

zulässig

12.6

- Kratzer bis zu ca. 3 mm Tiefe und
   ca. 5mm Breite

 

zulässig

12.7

- Nagel- und Schraublöcher ohne Absplitterung bis ca. 10 mm Durchmesser

 

zulässig

12.8

- Aufquellungen im Befestigungsbereich

zulässig

12.9

- Betonreste in Vertiefungen und Zementschleier

Zulässig

 

 

 

 

 

TE1
 - Trennmitteleinsatz

 

 

12.10

Eignung der Kombination von Schalhaut und Trennmittel

 

13.

SY

Schalungssystem
SY1
 

 

 

13.1

System-Rahmenschalung
Betonbild mit regelmäßigen Rahmenabdrücken im Raster des Herstellers, Ankerstellen, Schalhautstoß und Schalhaut systembedingt vorgegeben

oder

 

SY2

 

 

13.2

System-Trägerschalung
Betonbild ohne Rahmenabdruck, Ankerstellen, Schalhautstoß und Schalhaut systembedingt vorgegeben

oder

 

SY3

 

 

13.3

Objektschalung
Betonbild durch an das Bauteil angepasste einzelgefertigte Schalungselemente, Schalhautstoß und Schalhaut in den Grenzen der technischen Möglichkeiten frei wählbar

oder

14.

T

Textur
T1

 

 

14.1

Raue Betonoberfläche unter Verwendung von Schalhäuten, nach Wahl des Ausführenden

oder

 

T2

 

 

14.2

Glatte Betonoberfläche unter Verwendung von Schalhäuten , nach Wahl des Ausführenden

oder

 

T3

 

 

14.3

Betonoberfläche , nach Angabe des Planers

oder

15.

 

 

Musterfläche

 

 

 

 

?

16.

 

Sichtbetonteam

 

empfohlen

 

 

 

Tabelle 3.4-4: Sichtbetonklasse SB 3  - - nach ÖVBB- Richtlinie „Sichtbeton“

  PQ3 = Anforderungsklasse, Bauteilbeschreibung
  BQ3 = Anforderungsklasse, Betonoberfläche
  AQ3 = Anforderungsklasse, Bauausführung
  SQ3 = Anforderungsklasse, Schalungsmaterial, Trennmitteleinsatz

 

Kriterium

SB 3: Anforderungen / Eigenschaft

 

1.

PQ3

 

AP3
Abstimmung im Planungsprozess

 

 

1.1

Wie AP2, zusätzlich:
Lage von Arbeitsfugen, Entlüftung horizontaler oder geneigter Sichtflächen, Einbauteile, wenn erforderlich Details des Schalungsbau, sichtbetonkonforme Bauzeitplanung

 

2.

GO3

 

Gliederung  der
Betonoberfläche

 

 

2.1

Wie GO2, zusätzlich:
Gliederung durch Schalungsmusterplan  festgelegt mit Angaben zu Schalungssystem, Bauteilabmessungen, Größe der Schalungselemente, Ankerstellen und Betonierabschnitte

 

3.

BQ3

 

P
Porigkeit

 

 

3.1

Anteil offener Poren von 1-15 mm größter Abmessung : P ≤ 0,3% der Prüffläche

4.

 

 

FT3
Farbtongleich-
mäßigkeit

 

 

4.1

- wie FT2, jedoch:
- geringe Hell-/Dunkelverfärbungen (z.B. leichte Wolkenbildung, geringe Farbtonabweichung) lässig im Bereich von 2 benachbarten Farbtonstufen laut Farbtonskala

 

 

zulässig

4.2

- Verfärbungen durch ungeeignete
 Nachbehandlung des Betons

 

unzulässig

4.3

 

 

- Bauzeitplanung muss witterungsbedingte
Einschränkungen/ Verzögerungen
Kein Betonieren bei starken Regenfällen oder
kalter Witterung

 

berücksichtigen

4.4

 

 

- Spülwasserkontrolle vor jeder einzelnen Beladung eines Fahrmischers

 

durchzuführen

5.

 

BSBQ3
Betonstandard

Anforderungen an Betonzusammensetzung

 

6.

C

Farbe
C1

 

 

oder

6.1

Betonfarbe, die sich aufgrund der Verwendung nutzungskonformer Betonmischungen und
Zementarten ergibt

6.2

 

C2

 

 

oder

 

Durch Zusatzstoffe oder Pigmente eingefärbter Beton, die Definition der Farbe erfolgt durch Referenzbauten, Referenzflächen oder Herstellermuster u.ä. durch den Planer im Leistungsverzeichnis, die Festlegung des Betonrezeptes erfolgt durch den Betonhersteller

6.3

 

C3

 

 

oder

 

Wie C2,
jedoch unter Verwendung von Weißzement, ausgewählter Gesteinskörnung oder weiteren Maßnahmen wie eingefärbter Beton unter Angabe
dieser Maßnahmen im Leistungsverzeichnis

7.

AQ3

 

 E2  Ebenheit

 

 

5.1

Ebenheitsanforderungen nach ÖNORM –
DIN 18202 (2005) Tab. 3, Zeile 6 ,  d.h.:

 

 6.

 

 

AF2 Arbeitsfugen

 

 

6.1

In den Arbeitsfugen ausgetretener Zementlein/Feinmörtel bis 15 mm Breite und 10 mm Tiefe

 

zulässig

6.2

Versatz der Flächen zweier Betonabschnitte
bis 5 mm

 

zulässig

6.3

Feinmörtelaustritt auf dem vorhergehenden Betonierabschnitt muss rechtzeitig

entfernt werden

6.4

Trapezleiste od. glw. kann ohne Vereinbarung

verwendet werden

7

 

HS2
Schalhautstoß

 

 

7.1

Schalhautstoß mit besondere Maßnahmen
(z.B.: Neubelegung, Dichtungsband) mit geringen  Feinmörtelaustritt

 

 

7.2

Versatz der Schalhautränder bis 3 mm

zulässig

8

K

Kantenbildung
K1

 

 

8.1

gebrochene, gefaste Kante (z.B.: Dreikantleisten)

oder

 

 

K2

 

 

8.2

Scharfe Kante (ungefaste, scharfe Kanten ohne kleinere Abbrüche bzw. Feinmörtelaustritt sind nicht zielsicher herzustellen. Scharfe Kanten sind während der Bauzeit zu schützen)

 

oder

9.

AS

Ankerstelle
AS1

 

 

9.1

Ankerstelle ohne besonderen, festzulegenden Maßnahmen (z.B.: nach Schalungssystem) mit üblichen Feinmörtelaustritt

oder

 

 

AS2

 

 

9.2

Ankerstellen mit besonderen, festzulegenden Maßnahmen (z.B.: Dichtungsring) mit geringen Feinmörtelaustritt

oder

 

 

AS3

 

 

9.3

Keine sichtbaren Ankerstellen durch ankerfreie Schalungskonstruktion

oder

10.

AV

Ankerverschluss
AV1

 

 

10.1

Distanzrohre, Konen und marktübliche Verschlussstopfen oder vertieft gespachtelter Mörtelverschluss nach Wahl des Ausführenden

oder

 

AV2

 

 

10.2

Distanzrohre, Konen und marktübliche Verschluss-stopfen aus Kunststoff, Beton, Faserzement und dgl. nach Angaben im Leistungsverzeichnis

oder

11.

AH

Aufhängestellen
AH1

 

 

11.1

Aufhängestellen in systemkonformer Ausführung nach Wahl des Ausführenden. Anordnung und Erscheinungsbild dürfen von den Ankerlöcher abweichen.

oder

 

AH2

 

 

11.2

Anordnung und Erscheinungsbild müssen den Ankerlöcher entsprechen

oder

12.

SQ3

BA2
Befestigungsart der Schalhaut

 

 

12.1

die Befestigung der Schalhaut
 (z.B. schalhautebene/ überstehende Befestigung, nicht sichtbare Befestigung, betonte Befestigung

 

vereinbaren

 

SZ2
- Schalhautzustand

 

 

12.2

Abdrücke in der Betonoberfläche durch:

 

12.3

- mehrmaligen Gebrauch, solange die vereinbarte
  Betonoberfläche erreicht wird

 

12.4

- Plattenüberstand über Rahmen bis zu ca. 10 mm

zulässig

12.5

- systemkonforme und fachgerechte Reparaturstel-
  len der Schalhaut

zulässig

12.6

- Kratzer bis zu ca. 0,2 cm Tiefe und
   ca. 0,2cm Breite

zulässig

12.7

- Nagel- und Schraublöcher ohne Absplitterung bis ca. 0,5 cm Durchmesser

zulässig

12.8

 Abdrücke in der Betonoberfläche durch:

 

12.9

- Aufquellungen im Befestigungsbereich

nicht
zulässig

12.10

- Betonreste in Vertiefungen

nicht
zulässig

12.11

 

- Beschädigungen der Schalhaut durch Innenrüttler u. dgl.

nicht
zulässig

 

TE2
 - Trennmitteleinsatz

 

 

12.12

Kombination von Schalhaut, Trennmittel und Beton ist an Probeflächen bei der jeweiligen Einsatzwitterung anzuwenden, zu beurteilen und

 

festzulegen

13.

SY

SY1
 - Schalungssystem

 

 

13.1

System-Rahmenschalung
Betonbild mit regelmäßigen Rahmenabdrücken im Raster des Herstellers, Ankerstellen, Schalhautstoß und Schalhaut systembedingt vorgegeben

oder

 

 

SY2

 

 

13.2

System-Trägerschalung
Betonbild ohne Rahmenabdruck, Ankerstellen, Schalhautstoß und Schalhaut systembedingt
vorgegeben

oder

 

 

SY3

 

 

13.3

Objektschalung
Betonbild durch an das Bauteil angepasste
einzelgefertigte Schalungselemente, Schalhautstoß und Schalhaut in den Grenzen der technischen Möglichkeiten frei wählbar

oder

14.

T

extur
T1

 

 

14.1

raue Betonoberfläche unter Verwendung von Schalhäuten , nach Wahl des Ausführenden

oder

 

T2

 

 

14.2

Glatte Betonoberfläche unter Verwendung von Schalhäuten , nach Wahl des Ausführenden

oder

 

T3

 

 

14.3

Betonoberfläche,  nach Angabe des Planers

oder

15.

 

Musterfläche

 

 

 

 

erforderlich

16.

 

Sichtbetonteam

 

 

 

 

erforderlich

 

Hinweis :

vereinbaren“:          d.h. zwei oder mehrere Personen beschließen, etwas Bestimmtes
zu tun
empfehlen“:            d.h. jemanden eine Sache nennen, die für einen bestimmten Zweck
geeignet ist
vorsehen“:               d.h. planen, beabsichtigen